Monotheistische Religionen sind die größten Kulturvandalen überhaupt

Der Spiegel schreibt am 30.09.14:

Terror im Irak: Islamistische Miliz wütet gegen Moscheen

Gotteshäuser werden systematisch gesprengt, kostbare Denkmäler unrettbar beschädigt: Im Irak zerstört die Miliz „Islamischer Staat“ vermeintliche Götzenbilder.

Jetzt zerstören sie in den von ihnen kontrollierten Gebieten im Irak Moscheen, Schreine und Denkmäler – ähnlich den Taliban, die Anfang 2001 im afghanischen Bamian zwei riesige Buddha-Statuen sprengten und damit für weltweite Empörung sorgten.

Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/is-islamischer-staat-zerstoert-kulturgueter-im-irak-laut-unesco-a-994540.html

Der Bildersturm und der blindwütige Haß selbst gegen Anhänger der eigenen Religion – welche aber im Glauben lediglich gerinfügig anders denken – ist offensichtlich konstitutiv für die monotheistischen Religionen.

Protestanten und Katholiken finden seit etwa 500 Jahren nicht zusammen aufgrund der Unterschiede im Glauben an die „Transsubstanation“. Katholiken und Orthodoxe finden seit etwa 1000 Jahren nicht zusammen wegen Differenzen im Gebet an den Heiligen Geist, der Filioque-Formel.

Außenstehenden kann man diese Glaubens-Differenzen und die menschlich hässliche wechselseitige Verfolgung, Ausgrenzung und Erniedrigung die in der Kirchengeschiche endemisch dokumentiert ist nicht plausibel machen. Zur Verdeutlichung: verfolgt werden nicht etwa Verbrecher, sondern völlig unschuldige Menschen die sich orwellschen Gedankenverbrechen „schuldig“ machen – als Opfer totalitären, monotheistischen Denkens.

Das Phänomen versteht man erst besser wenn man aufmerksam die Ausführungen des Professors für Psychologie Dr. Hans Schauer liest der die Psychopathologie des Monotheismus treffend beschrieben hat. Hier sind die Unterschiede im Fühlen und Handeln zwischen religiösen Menschen mit schizophrenen Verhaltensmustern und psychisch gesunden Menschen zusammengefaßt:

Übersicht:    http://hansschauer.de/html/dir4/ch08.html

– dieses ganze Kapitel über „Beziehungen zwischen Glauben und seelischer Gesundheit“ ist eine genaue Lektüre wert, hier ist zu entnehmen:

Für die Gesunden war insgesamt kennzeichnend, „Kompromisse zu schließen, Gegensätze abzuschwächen und das, was nicht abgeschwächt werden kann, zu ignorieren“ (S. 145). Statt nur über das ideale Ziel selbst nachzudenken, befassen sie sich direkter mit dem einen oder anderen faktisch beschreitbaren Weg dort hin; gegenüber dem Sollen berücksichtigen sie auch genügend, ob einer das Gesollte überhaupt realisieren kann. Sie konzentrieren ihre intellektuellen Energien auf das Finden und Anwenden von wirksamen Mitteln, sie suchen und wählen einen zielführenden Weg, und zwar bevorzugt einen, der sie in absehbarer Zeit zu Nahzielen führt, während sie über Fernziele weniger nachdenken (S. 103/104).

(http://hansschauer.de/html/dir4/ch08s15.html)

und

Dabei spielt für sie [die psychisch Gesunden] das Miteinanderleben eine große Rolle. Weltanschauung ist für sie „ein Konzept, das durch eine Gruppe von Menschen in Zusammenarbeit und gegenseitiger Beeinflussung und mit Rücksichtnahme auf die Gruppe realisiert wird“ (S. 145), und zwar keineswegs einheitlich. Spätestens nach diesem Plädoyer für Pluralität sollte es klar sein, dass es „die“ Weltanschauung der seelisch Gesunden als Ganzes nicht gibt und nicht geben kann. Eher schon gibt es eine gesunde Art, die Welt so oder vielleicht auch anders anzuschauen. Die Gesunden orientieren sich weitgehend an dem, was den Menschen ihres sozialen Umfeldes im Laufe der Zeit selbstverständlich geworden ist, ob es nun in heiligen Büchern geschrieben steht oder nicht.

Weitere Informationen finden Sie bei diesem Youtube-Video:

MA pol Dragan Pavlovic

Advertisements

7 Kommentare zu “Monotheistische Religionen sind die größten Kulturvandalen überhaupt

  1. Pingback: Der Mobbing-Charakter der christlichen Religion – Teil 2 | monotheismus

  2. Pingback: Heilige Texte sind zu Unrecht “heilig” – Teil 3 – es fehlen einem die Worte! | monotheismus

  3. Pingback: Monotheistische Religionen sind die größten Kulturvandalen überhaupt! Teil 2 | monotheismus

  4. Pingback: Vom überwundenen Tode – leicht versprochen …. | monotheismus

  5. Pingback: Der Mobbing-Charakter der monotheistischen Religionen – Teil 5 | monotheismus

  6. Pingback: Libanios‘ Rede für den Erhalt der heidnischen Tempel | monotheismus

  7. Pingback: Wie kann man die monotheistischen Religionen zähmen? Teil 2 | monotheismus

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s