„Der größte Geno- und Memorizid der uns bekannten Geschichte….“

schreibt der Historiker Wendelin von Winckelstein in seinem Buch „Die Odysee des Aristoteles“, Seite 4, über die Auswirkungen der kulturvandalistischen christlichen Machtergreifung 391 n.u.Z., er schreibt weiter:

„Im römischen Reich hatte sich mittlerweile das Christentum breit gemacht und die Macht an sich gerissen. Kaiser Theodosius I., …. hatte 391 beschlossen, künftig nur noch eine einheitliche Staatsreligion zuzulassen. In einer grossen Verfolgungsaktion sollten nun alle Häresien ausgerottet werden. Damit begann der wohl grösste Geno- und Memorizid der uns bekannten Geschichte. Die olympischen Spiele („heidnischer Tand“) wurden verboten, alle Bibliotheken, die heidnisches Schrifttum enthielten, niedergebrannt, antike Baudenkmäler und Tempel, soweit nicht in Kirchen umgewandelt, ebenfalls dem Erdboden gleichgemacht. Heiden und Ketzer wurden verfolgt, getötet oder ins Exil verbannt.“

Interessant wäre es den Kulturverlust dieses Memorizids zu beziffern. Rolf Bergmeier hat dieser Frage ein ganzes Buch gewidmet: „Schatten über Europa“.

Schatten über Europa

„Schatten über Europa“

Der Verlust der antiken Kultur wird hier umfassend dargestellt: „Viel wahrscheinlicher erscheint es ihm {Rolf Bergmeier], dass Jenseitsorientierung und Bildungsfeindlichkeit des Christentums eine Reihe von Entwicklungen ausgelöst haben, die letztlich dazu führten, dass Kunst und Kultur, Bildung und Philosophie die Grundlagen entzogen wurden. Seine Einschätzung belegt er anhand zahlreicher Beispiele, sei es der Zusammenbruch des Kunstmarktes oder die Schließung der weltlichen Schulen. Und immer spielt das Christentum eine Hauptrolle, kämpfen die „Kirchenväter“ gegen Bildung und Thermen, Theater und Akademien.“

Bemerkenswert ist dass selbst ein zartes Wiedererwachen antik-heidnischer Kultur heute wieder verfolgt wird, als wäre die Geschichte nicht vergangen. Büchereien mit heidnischer Literatur wurden in Brand gesteckt:

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Es wurde als Reaktion auf die Anfeindungen von christlicher Seite ein „Oberster Rat der heidnischen Hellenen“ gegründet welche die Geschichte der christlichen Machtergreifung und des darauf folgenden Genozids anhand von Edikten und Gesetzen dokumentiert hat:

Die folgende Auflistung christlicher Grausamkeiten gegen hellenische Heiden im römischen Reich hat der griechische Heide und Buchautor Vlassis Rassias zusammengestellt. Sie soll keinen Hass gegen das Christentum schüren, sondern wurde hier vor allem aufgenommen, um ein Vorurteil zu widerlegen, das von Christen immer wieder geäußert wird: nämlich, dass sich das hellenische Heidentum „überlebt“, die religiösen Bedürfnisse der Menschen nicht mehr befriedigt und im Volk keinen Rückhalt mehr gehabt hätte. Griechen und Römer – und alle anderen Völker im Imperium Romanum – hätten sich von ihren Göttern abgewandt und begierig nach der neuen Lehre gegriffen.
Die immer wieder erneuerten kaiserlichen Edikte gegen heidnische Religionsausübung, von oben angeordneten Tempelzerstörungen und blutrünstigen Verfolgungen über Jahrhunderte hinweg beweisen das Gegenteil. Sie zeigen, dass die Einführung des Christentums ein politisches Diktat der imperialen Machthaber gegen den Willen und Widerstand der Bevölkerung war, die trotz aller Verbote, Zerstörungen und Massenmorde an Tausenden Menschen beharrlich an ihren Göttern festhielt. Das hellenische Heidentum ist nicht ausgestorben – es wurde brutal ausgerottet.

Einen schönen Einstieg in die griechische Mythologie findet man auf dem Youtube-Kanal von Hellenismos TV:

https://www.youtube.com/user/MysticTV777

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Über das Orakel von Delphi:

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MA pol D. Pavlovic

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