Katholizismus & Kinderschändung / Monotheismus und Gewalt gegen Kinder Teil 2

Ich habe mich immer mal wieder gewundert wie es sein kann, dass Menschen in der   Provinz in kleinen Orten „so komisch“ sind. Man grüßt ganz normal und die Leute starren einen nur konsterniert an, als wäre zurückgrüßen anstrengend und nicht – psychologisch gesehen – „das Kleingeld“ gelebter Nettigkeit. Das ist freilich eine subjektive Beobachtung.

Nach dem Kinderschänderskandal 2010, bei der offenbar wurde dass ganze Kindheits-Generationen seit dem 2en Weltkrieg in Heimen und Einrichtungen nicht nur der katholischen Kirche mißbraucht wurden, fing ich an mehr darüber nachzudenken was es bedeutet wenn religiöse Gruppen zuviel Macht und Einfluß haben. Dabei ging es vorrangig nicht immer um sexuellen Mißbrauch – sondern vor allem um traumatisierende Gewaltausübung – völlig grundlos und menschenfeindlich, gegen die schwächste Gruppe überhaupt – den minderjährigen Schutzbefohlenen.

Wie ist diese Macht über die Köpfe und Herzen der Kinder zu bewerten wenn man sich vorstellt was es bedeutet, wenn ein Dorfpfarrer im 19. Jh. , geistes Oberhaupt und Respektsperson, oftmals der einzige Lehrer der örtlichen Grundschule, seine „gesalbten“ Hände auf jedes Kind legen konnte, wenn er nur wollte? Wie übermächtig und allherrlich die katholische und evangelische Kirche gerade in den kleinteiligen Strukturen auf dem Land geherrscht haben mußte, vermag man sich kaum weit genug auszumalen. So könnte das merkwürdige Verhalten von Dorfbewohnern – mißtrauisch weil vom Leben gezeichnet – eine Folgewirkung geistigen und körperlichen Mißbrauchs sein. Es geht dabei letztendlich um ein ganzes (typisch religiöses) Syndrom von unterdrückter deformierter Sexualität die Eltern wie Kinder, also letztlich die ganze Gesellschaft neurotisierte.

Der Sprachgebrauch selbst, der sich im Wort „Kinderschändung“ wiederspiegelt ist ein Spiegelbild der durch das Christentum geprägten Kultur. Die darin enthaltene „Täter-Opfer-Umkehr“ ist typisch für  schwache Persönlichkeitstypen mit gebrochenem Rückgrat: „Das Wort „Kinderschändung“ nimmt Bezug auf das Konzept der Schande, als Gegenkonzept zur Ehre. Das kindliche Opfer sexueller Gewalt wird somit im Wortsinne mit Schande überzogen, mit der es fortan leben muss, verliert seine Ehre. Die Verwendung des Wortes kann somit, auch durch das Opfer, als Schuldzuweisung verstanden werden.“ (Quelle Wikipedia)

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08.06.2015

Dragan Pavlovic

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Ein Kommentar zu “Katholizismus & Kinderschändung / Monotheismus und Gewalt gegen Kinder Teil 2

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