Jesus-Story geklaut! Keine Satire!

Der Sprachforscher Francesco Carotta hat herausgefunden dass die Jesus-Story geklaut ist und das nachdem die Theologen-Zunft seit 250 Jahren mit Verve versucht auch nur den kleinsten belastbaren Hinweis auf den historischen Jesus zu finden – ohne Erfolg. Das demonstrative Fazit dass Jesus existiert hat ist mehr ein sprachliches Agreement als belegte Tatsache. Keine Spur also in der Geschichte vom Menschen Jesus Christus, alle Reliquien wie seine Vorhaut sind natürlich nicht echt und rein religiöse Folklore. Deprimierend für jeden (religiös gefärbten) Historiker. Und nun voilà – taucht der Heiland J.C. als Verwandlungskünstler J.C. wieder auf?!    – Welcher J.C.?

–   –  Der J.ulius C.äsar halt!

Es brauchte wohl einen veritablen undogmatischen Sprachforscher und Nicht-Theologen um „zu sehen“ was hätte gesehen werden können, hätte man es nur innerlich zugelassen, doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen – nur zur Erläuterung, diegetische  Transposition heißt in etwa „vertauschte erzählende Rede“:

 

Unterstützung bekommt Carotta nach und nach von immer zahlreicheren akademischen Stimmen, Leuten von Rang also, die die These stützen, dass die Jesus-Story „nur geklaut“ ist. Arne Eickenberg schrieb das Buch „Die sechste Stunde“ in der die Parallelen zwischen dem Tode Julius Cäsars und der Kopie Jesus Christus untersucht werden.

Hier einige aufschlußreiche Zitate:

„Caesar war selbst „Christus“. Dafür liefere ich ja im Buch genügend Belege. Also gibt es kein Verhältnis zwischen Caesar und Christus, denn es ist ein- und dieselbe Figur in verschiedenen Zuständen, die in gewisser Weise überlagert sind. Konkret sind es zwei verschiedene literarische Komplexe, die über ihn verfasst wurden, auf der einen Seite die römischen Hypotexte, darunter natürlich auch die Geschichtswerke, auf der anderen Seite die christlichen Hypertexte, die Evangelien und so weiter.“

„Da das Evangelium für sich genommen keine History erzählt, sondern nur eine Story, die aus der History von Julius Caesar enstanden ist, stößt man natürlich immer auf große Hürden und Ungereimtheiten. Warum? Der ausschließliche Blick auf das Evangelium ist das dicke Problem – es ist der Blick durch ein Schlüsselloch. “

Und Eickenberg über die Reaktion der wissenschaftlichen „Gemeinde“:

„Die „Gemeinde“ hat sich über die letzten ein bis zwei Jahrhunderte ihre gemütliche Ecke gebastelt, und wir passen halt vorne und hinten nicht rein. Das Runde geht eben nicht ins Eckige, außer im Fußball. Also muss man ehrlich sein und sich fragen: Was ist hier das Problem? Unser Rundes? Oder deren Eckiges? Und wenn wir wirklich ehrlich sind, ist die Frage längst beantwortet, nicht zuletzt aus den Reihen der mythologischen Schule: Das Eckige ist das Problem.“

Carotta revisited – Link zu meinem ersten Blogartikel zu Carottas Forschung

Francesco Carottas messerscharfe Analyse zum Wikipedia „Kopiloten“

Über die unseriöse Administratoren und Autoren-Anonymität bei Wikipedia, bringen Sie für den Film ein wenig Zeit auf, es lohnt sich! Man lernt dabei nämlich, wie man mit administrativer List ehrliche Wissenschaftlichkeit hintergeht und Politik betreiben kann.

Über die Herkunft der der Tages- und Monatsnamen

D. Pavlovic 17.01.2016

 

 

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Ein Kommentar zu “Jesus-Story geklaut! Keine Satire!

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