Radikale Veganer (RVegs) – Fernziel Kulturzerstörung?

330px-veganismus_logo-svg

Logo der vegan society

Anscheinend suchen einige Veganer die Nähe zur atheistischen Bewegung und meinen hier besonderes Gehör zu finden. Immerhin bringen Atheisten als kritische Geister besondere Fähigkeiten mit alte Vorstellungen zu hinterfragen. Wie nahe dabei die radikale Variante der veganen Bewegung (RVegs) typisch religiösen Reflexen nahekommt scheint zunehmend bekannt zu werden. Ich nenne Verhaltensweisen die an Heils- und Erlösungsbewegungen erinnern „Restreligiosität“ – und das kommt in den Köpfen viel häufiger vor als man zu denken meint. Natürlich handelt es sich nicht um eine Religionsausübung an sich, aber der asketische, entsagende, die lustfeindliche, kulturzerstörerische, monomanisch wirkende vegane Ernährungsweise und der missionarische Duktus kommt einem bekannt vor, hatten wir das nicht schon einmal?

Eine „Türöffner-Funktion“ soll die Diskussion um Rechte für Menschenaffen bringen. Es gibt anscheinend ein gut verstecktes Fernziel der veganen Bewegung, über die Einführung von Grundrechte für Menschenaffen auch das Verbot der Tierzucht insgesamt durchzusetzen da aus vermeintlich ethischen Erwägungen heraus diese nicht vertretbar sei. Hier verlässt eine vielleicht noch tolerierbare Ernährungsvariante mit besonderem ethischem Anspruch den Boden eines gesellschaftlich tragfähigen Konsenses: Dass ein jeder nach seiner Facon selig werden kann solange er seine Mitmenschen nicht stört und diesen die Freiheit nicht einschränkt.

Worin liegt das kulturzerstörerische dieses Fernzieles der radikalveganen Bewegung? Ein Rechenbeispiel verdeutlicht die absurde Logik: Nehmen wir 100.000 Zuchttiere. Veganer lehnen den Verzehr des Fleisches ab. Die Zahl der Zuchttiere sinkt im nächsten Jahr auf 90.000 ab. Sind jetzt 10.000 Zuchttiere „glücklicher“ weil sie nie gezüchtet wurden? Sie haben nie gelebt, also ist auch niemand „gerettet“ worden. Nehmen wir an der Traum vieler radikaler Veganer (RVegs) wird realisiert und jegliche Haltung von Zuchttieren wird verboten. Niemand wird mehr Zuchttiere halten oder der Rest der Population reicht nicht für den Arterhalt einer seltenen Zuchttierrasse (was immer häufiger vorkommt). Damit stirbt diese Rasse aus. Welcher ethische Gewinn liegt hier vor? Zuchttiere existieren von Anfang an als ein gewolltes Kunstprodukt des Menschen, ohne die Nutzung durch den Menschen verliert das Zuchttier seinen Sinn und seine reale Lebensgrundlage. Was hat das Tier gewonnen? Was hat der Mensch gewonnen? Das Ergebnis ist eine No-Win-Situation mit einem Verlust für beide Seiten. Auch sollte man sich über die politische Dynamik im klaren sein. Sollte es jemals eine vegane Gruppe erreichen die Macht in einem Staat zu gewinnen und es schaffen die Tierzucht zu verbieten wird es nicht nur bei diesem Verbot der Tierzucht bleiben. Weil dem Menschen im Kontakt zum Tier von dieser Seite immer niedrige Beweggründe vorgehalten werden (moralischer Rigorismus) wird natürlich auch noch die Haltung von Haustieren verboten werden oder die Beschränkungen dafür so hoch gesetzt, dass sie kaum noch jemand mehr zu erfüllen bereit sein wird. Wir werden also auch noch alle Haustiere verlieren. Auch dies ist eine No-Win-Situation und es findet eine Entfremdung des Menschen vom Tier statt.

„Die radikalvegane Erlösungsbewegung ist eine empathieentleerte und kulturzerstörerische Entwicklung.“

Und sie desorientiert psychisch labile Menschen: Wie soll man mit dem Vorwurf des Mordes am Tier oder der Beihilfe zum Mord jemals klarkommen (ein Vorwurf der radikalen Veganer an die Vegetarier und alle anderen mit vielfältigeren Ernährungsweisen), wenn man im Leben einmal ein Schnitzel oder auch nur ein Stück Käse gegessen hat? Da Mord nicht verjährt, wie kann dieses „Unrecht“ jemals wieder gutgemacht werden? Das gilt übrigens auch für alle Veganer denen dieses Malheur in ihrem carnivoren Vorleben „passiert“ ist und deckt deren Heuchelei auf. Ferner ist die vegane Ernährungsweise nur etwas für Intellektuelle die wissen wie man überlebt ohne Mangelerscheinungen zu bekommen, Kinder, Unkundige oder schlicht arme Menschen müssen „dran glauben“ und werden die Leidtragenden dieser Unkultur werden.

330px-peter_singer_mit_veritas

Peter Singer (Philosoph)

Die Ernährung wird zu einem belastenden Schuldkomplex aufgebaut – ganz ähnlich wie die monotheistischen Religionen „Sünder“ über die tabuisierte Sexualität generieren. Die christliche Religion war 391 n.u.Z. radikal genug alle anderen Religionen zu verbieten, nachdem sie selbst im römischen Reich die Macht in der katholischen Variante ergriffen hatte.

Bildquellen: Wikipedia Deutschland (Artikel über Veganismus)

Dragan Pavlovic

Advertisements

Ein Kommentar zu “Radikale Veganer (RVegs) – Fernziel Kulturzerstörung?

  1. Pingback: Die meistgelesenen Artikel der letzten Jahre auf monotheismus.wordpress.com | monotheismus

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.