Gewalt gegen Kinder in evangelikalen Familien – Ein Opfer kommt zu Wort

Gewalt in religiösen Familien

Typische Gewalt in religiösen Familien
Quelle: Wiki Deutschland

Durch Traumatisierung in der Kindheit fällt es Gewaltopfern aus religiösen Familien schwer über die belastenden Erinnerungen und Erlebnisse zu erzählen. Zu selten finden sie die Kraft und den Mut an die Öffentlichkeit zu gehen.

Durch einen Artikel bei hpd.de über die Züchtigung von Kindern in christlich-fundamentalistischen Familien meldete sich ein Gewaltopfer bei mir (Name ist mir bekannt) und schrieb mir einen Text den ich unredigiert online stelle. Auch schilderte mir das Opfer mündlich die Formen ausgeübter Gewalt. Noch konnte ich die Person nicht dazu ermutigen detailliert die Gewalt-Psycho-Exzesse auch schriftlich niederzulegen.

In dieser evangelikalen Familie mit großem Kinderreichtum sind alle Söhne und Töchter psychisch auffällig aufgrund der Schäden durch schwere Traumatisierung (Alpträume, Zwangsstörungen, Verminderter Selbstwert nach totalem Kontrollverlust, Depressionen, Gewaltneigung, selbstschädigendes Verhalten, Leichtgläubigkeit/Unvernunft). Eine durch Leid begründete zynische Artikulation der schwarzen Pädgogik durch unberechenbare Gewalt von elterlicher Seite unter den Kindern lautet: „gell, Du hast auch im Dunkeln im Keller mit einem Stein spielen müssen“. Die eigenen Kinder wurden schon im empfindlichen Alter unter fünf Jahren –  noch ohne entwickeltes Zeitgefühl – tatsächlich immer wieder stundenlang zur Strafe in den dunklen Keller gesperrt – um nur ein Beispiel zu nennen. Doch hier die Rückmeldung im Wortlaut (Hervorhebungen in Großschrift sind original und nicht von mir):

*ZÜCHTIGUNG VON SÖHNEN*bzw TÖCHTERN
Es muß öffentlich gemacht werden , Je mehr Öffentlichkeit unsererseits, desto mehr Machtverlust auf der Seite der VERSTECKTEN,GRAUENVOLLEN; nachhaltigen LEBENSZERSTÖRENDEN HANDLUNGEN der TÄTERSCHAFT. Meine Bereitschaft über derart vernichtende Vorgehensweisen unter dem Deckmantel BIBEL, GLAUBE , GOTTESWILLE zu berichten steigt zunehmend. Die Notwendigkeit ist schon lange unübersehbar. Die Zeichen der Zeit, GLAUBENSKRIEGE, VORGEHENSWEISEN an und mit KINDERN, KRANKEN, betagten MITMENSCHEN und sozial BENACHTEILIGTEN, usw (die Kette der Aufzählung von Mißständen kann mühelos um ein Vielfaches erschreckend verlängert werden) lassen meine Angst vor meiner TÄTER-Familie zunehmend schwinden und bringen mich an den Punkt der nachfolgenden Aussage:

Unsere weltweiten ÜBEL der MACHTAUSÜBUNG und nicht beschreibbaren RESPEKTLOSIGKEIT in HANDLUNGEN, WORTEN, GEDANKEN an unseren Mitmenschen und uns SELBST hat ein erschreckendes Maß an UFERLOSIGKEIT erreicht, das jeglicher Beschreibung spottet und laut nach EINHALT und Gnade in Allem schreit.

Aus meiner eigenen Geschichte  meine ich behaupten zu können, daß das SAATGUT der GEWALT u. späteren ausgeübten GEWALTHANDLUNG mit allem SCHRECKEN in der lieblos behandelten, zerschlagenen Kinderseele oftmals ihren Anfang nimmt.

In KINDLICHER ABHÄNGIGKEIT seinem brutal-Gläubigen grenzenlos ausgeliefert zu sein, jederzeit den LAUNEN und den sich ergießenden GLAUBENSDOGMEN machtlos unterworfen zu sein, lässt den Atem stocken und macht eine gesunde Gegenwehr unmöglich. Der Anfang für eine zerbrochene Seele, die danach schreit sich wehren zu können und Macht über die Geschehnisse zu erlangen ist gemacht. Da es meist lebenslang kein Entrinnen aus dieser Hölle der Gewalt, Unterwerfung, Demütigungen, Intrigen und Manipulationen in den eigenen Fanilien und angeschlossenen Gruppierungen gibt, nimmt alles seinen oft dramatischen, lebenszerstörenden Lauf.

Ein Ausstieg ist kraftraubende, alptraumdurchflutete Arbeit, die mit der BEZEICHNUNG ***leben*** nicht im entferntesten Sinne etwas gemeinsames in sich trägt.

Stattdessen hat man die Anzahl der Beobachter auf die Anzahl der Mitglieder dieser Glaubensverdreher erhöht und zahlt zusätzlich mit dem Verlust seiner Herkunftsfamilie, die nun mehr Zeit  mit weitertragen von Intrigen, heuchlerisches Bekunden der Trauer um die abtrünnig verlorengegangene Seele und findet hier mühelos strenggläubige Rutenträger der gleichen Gattung im Namen des Herrn; Ihre Werkzeuge sind KONTROLLE möglichst aller Lebensbereiche (oft delegiert).

5.03.2015

MA pol D. Pavlovic

Advertisements