Über mich

118x118-MbB

MA pol Dragan Pavlovic Jahrgang 1970

Während meines Studiums der Fächer Politik,  Neuere Geschichte und Philosophie in Gießen, Marburg und Florenz entdeckte ich die Religionskritik in einem Nietzsche-Seminar.

Durch die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Religionen auf die Politik merkte ich, dass diesem Aspekt der Gesellschaftskritik in den öffentlichen Debatten viel zuwenig Rechnung getragen wird:

Kurz gesagt ist meiner Meinung nach eine moderne und fortschrittliche Politik nicht möglich, solange die über die Jahrhunderte hinweg wirkungsmächtigen monotheistischen Religionen nicht in ihrer Macht begrenzt werden.

Damit ich nicht falsch verstanden werde – ich bin keineswegs ein Gegner aller Religionen wie manche kurzschlüssig meinen unterstellen zu dürfen. Monotheistische Religionen sollten gegenüber einer redlichen (Text-) Kritik offen sein, denn als Schriftreligionen bilden sie sich auch besonders viel auf ihre Religion ein. Meinen sie doch z.B. über traditionell überlieferten Naturreligionen – oftmals schriftlos – zu stehen wegen ihrer niedergelegten Schriften. Tatsächlich gebärden sie sich als religionsfeindlich von ihrer ersten Minute an wie der Forscher Jan Assmann überzeugend dargelegt hat. Daher ist eine Kritik an den Schriften immer legitim und auch notwendig. Hingegen ist mein Ziel eher nicht die Kritik an religiösen Menschen die ihre Religion vielfältig auslegen – oftmals sogar in einer sehr friedlichen Art. Alle diese Menschen können sich meiner Solidarität sicher sein. Ich unterstütze ausdrücklich Juden, Christen und Muslime in der friedlichen Auslegung ihrer Religion. Von diesen wünsche ich mir hauptsächlich Engagement zur dauerhauften Änderung wesentlich religionsfeindlicher Inhalte, eine Überarbeitung der Schriften in einer Richtung die Mißbrauch erschwert oder unmöglich macht. Diese zentrale Forderung fehlt meines Erachtens in den Debatten über diese Problemreligionen.

In meinem Blog mit dem Schwerpunkt auf der „Monotheismuskritik“ verfolge ich besonders den Ursprung der Gewalt der diesen Gegenreligionen in die Wiege gelegt wurde. Ich freue mich, wenn Sie bereit sind einen Teil dieses Weges mit mir zu gehen.

Ich empfehle auch darüber hinaus in Vereinen aktiv zu werden wie z.B. Giordano-Bruno-Stiftung (GBS), Humanistischer Verband Deutschlands (HVD), Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA), Bund für Geistesfreiheit (BFG), Freidenker und andere Vereine aus dem säkularen Spektrum. Das sollten Sie in Erwägung ziehen wenn Sie ohnehin religionsfern sind.

Falls Sie diese Webseite unterstützen möchten in jedweder Hinsicht, sei es mit Beiträgen, Hinweisen oder finanziell, ich freue mich über Kontakt unter der Email info (ÄT) onewayspeaker dot com

 

Wendelin von Winckelstein in „Die Odyssee des Aristoteles“

Zitat, Seite 4:
„Im römischen Reich hatte sich mittlerweile das Christentum breit gemacht und die Macht an sich gerissen.

Kaiser Theodosius I., mit dem Beinamen „der Grosse“ von der katholischen Kirche als Heiliger verehrt, hatte 391 beschlossen, künftig nur noch eine einheitliche Staatsreligion zuzulassen.

In einer grossen Verfolgungsaktion sollten nun alle Häresien ausgerottet werden. Damit begann der wohl grösste Geno- und Memorizid der uns bekannten Geschichte.

Die olympischen Spiele („heidnischer Tand“) wurden verboten, alle Bibliotheken, die heidnisches Schrifttum enthielten, niedergebrannt, antike Baudenkmäler und Tempel, soweit nicht in Kirchen umgewandelt, ebenfalls dem Erdboden gleichgemacht.(Rufinus, Historia Ecclesiastica 2.23-30; Eunapius , vit Aedesii, 77-8; Socrates Historia Ecclesiastica 5.16)

Heiden und Ketzer wurden verfolgt, getötet oder ins Exil verbannt. Die grosse Heidenverfolgung endete erst mit Justinian, der 529 die letzten noch verbleibenden Bibliotheken und Akademien, darunter die von Plato 387 v. Chr. gegeründete Ur-Akademie, schliessen liess.

Die meisten Gelehrten, darunter die letzten Neo-Platoniker, Isodorus, Damascius, und Smplicius, verliessen daraufhin das christliche Reich und wandten sich gen Osten, meist nach Persien.“

Advertisements

9 Kommentare zu “Über mich

  1. O.k., die Geschichte ist bekannt und glücklicherweise vorbei. Die ideologischen (religiösen) Fanatiker finden wir heute in anderen Denkhorizonten, sofern „Denken“ in diesen Zusammenhängen nicht ein Euphemismus ist. Dies soll aber kein Argument sein, zum Schließen der Wagenburg „Christliches Abenlad“ aufzurufen.

    Gefällt mir

  2. Der „Öffentlichkeit“ ist vieles nicht bekannt. Leider auch nicht das Werk von Herrn Deschner. Der ist aber auch Ihr Blog nicht bekannt. Sie diskutieren mit einer informierten Teilöffentlichkeit.

    Gefällt 1 Person

    • 80% der hier lebenden Muslime und die allermeisten Christen sind liberal was ich ausdrücklich befürworte. Sie distanzieren sich aber leider viel zuwenig von den „waffentragenden“ Christen die auch schon mal auf Abtreibungsärtze schießen, wie z.B. im evangelikal beeinflußten Amerika desöfteren der Fall war. Hier in D haben wir jede Menge „Prügelchristen“. Sie thematisieren die Geschichte der Heimkinder immer wieder. Die liberalen Muslime in Deutschland sind in der öffentlichen Meinung leider praktisch unsichtbar. Mich wundert allerdings ihr haarfeiner Hinweis der Unterscheidung zwischen Fanatikern und engstirnigen Menschen. Mir geht es übrigens um die informierte Teilöffentlichkeit – sie ist das Bindeglied im www. Wäre mir Massentauglichkeit erstes Ziel würde ich etwas in der Art von „LeFloyd“ produzieren, ist aber nicht nach meinem Geschmack.

      Gefällt 1 Person

  3. „Mich wundert allerdings ihr haarfeiner Hinweis der Unterscheidung zwischen Fanatikern und engstirnigen Menschen.“
    So haarfein ist er nicht. Welche Sorte von Mensch ist Ihnen, wenn Sie wählen müssten, erträglicher? Ich sehe zudem auch viel Engstirnigkeit bei den „Verächtern“ der Religion. Und ohnehin: Sind wir nicht alle ein bißchen Bluna?
    „Sie distanzieren sich aber leider viel zuwenig von den “waffentragenden” Christen die auch schon mal auf Abtreibungsärtze schießen, wie z.B. im evangelikal beeinflußten Amerika desöfteren der Fall war.“
    Da spielt die Medienfalle mit. Solche Nachrichten müsste man suchen. Doch unabhängig davon: Die Solidarisierung unter Christen hat in unserer säkularisierten Gesellschaft nachgelassen. Darum kaum ein Aufschrei wegen der verfolgten Christen in Nah-Ost und keine Distanzierung von Leuten, die man als Christen gar nicht wahrnimmt, sonst müsste man sich ihrer schämen, doch die sind so durchgeknallt, dass sie in ihren Denken und Zielen so fern sind wie die Fanatiker mit anderem religiösen Horizont. Außerdem hat man hierzulande schon genug damit zu tun, sich von Kreationisten u.ä. zu distanzieren, weil man mit ihnen identifiziert wird. Oder man muss Annahmen über Religion und Christentum entgegentreten, weil diese fern jedes Wissens sind, denn religiöse Bildung, ich meine nicht Glauben, findet man auch unter Gebildeten nur selten.
    „Hier in D haben wir jede Menge “Prügelchristen”“
    Sie schreiben im Präsens. Wer sind diese Prügelchristen? Muss ich die kennen?

    Gefällt mir

  4. o.k. Sie bewerten einige Dinge grundlegend anders. Auch scheint Ihnen der „neue Atheismus“ schmerzen zu bereiten, wegen seiner angeblichen Uninformiertheit. Ihnen mangelt es an Solidarität unter Christen, fraglich ob diese jemals existierte. Und ich habe gelernt – die meisten Fanatiker sehen nur so aus, in Wirklichkeit denken sie lediglich engstirnig. Und ja, Sie müssen garnichts, das ist wohl wahr. Als Prügelchristen kann man die Spitze des Eisberges, z.B. die „Zwölf Stämme“ benennen, aber das sind wohl auch nur engstirnige Menschen, mehr nicht.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s